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"Glauben kommt aus dem Hören! - Erzählen Sie uns, was Sie von Gott hören."

Hanser Brandt-von Bülow


Neues Programm Trinitatis 2018 vorgestellt

Neuer Besucherrekord mit rund 22.000 Besuchern im Jahr 2017 in der Trinitatiskirche

Christoph Spering, Dirigent und Kirchenmusiker neben Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, Rolf Domning, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region und Wolf-Rüdiger Spieler, Programm- und Organisationsleiter der Trinitatiskirche (v.li.n.r.)
Christoph Spering, Dirigent und Kirchenmusiker neben Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, Rolf Domning, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region und Wolf-Rüdiger Spieler, Programm- und Organisationsleiter der Trinitatiskirche (v.li.n.r.)

Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region hat am Nikolaustag das neue Jahresprogramm 2018 in der Trinitatiskirche präsentiert. Der Kölner Stadtsuperintendent Rolf Domning, der langjährige Programm- und Organisationsleiter der Trinitatiskirche Wolf-Rüdiger Spieler, der Leiter der Melanchthon-Akademie Pfarrer Dr. Martin Bock und der renommierte Kölner Dirigent Christoph Spering informierten darin die Öffentlichkeit über geplanten Aktivitäten in Kölns zentraler Kulturkirche.


Rolf Domning, der das Projekt Trinitatis von Anfang an gemeinsam mit Wolf-Rüdiger Spieler und einem Arbeitskreis plante und gestaltete, richtete zunächst den Blick zurück auf das nun beinahe zurückliegende Jahr des Reformationsjubiläums 2017. Das Publikumsinteresse sei in den zurückliegenden Jahren stetig gestiegen und habe dieses Jahr nach aktueller Zählung mit rund 22.000 Menschen einen neuen Besucherrekord erreicht. Das mache Mut für die weiteren Aktivitäten und die Tatsache, dass die Trinitatiskirche mittlerweile eine ‚Feste Größe‘ im Kölner Kulturleben und ein Beleg für eine ausgezeichnete Kulturarbeit an der Trinitatiskirche ist.

Wolf-Rüdiger Spieler erläuterte die Struktur und die Inhalte des 68-seitigen Programmheftes. „Es ist uns wichtig“, sagte Spieler, „dass die Trinitatiskirche weiterhin deutlich als evangelische Kirche und nicht nur als Konzert- und Veranstaltungsort wahrgenommen wird.“ Aus diesem Grund führe der Evangelische Kirchenverband an herausragenden Tagen im Kirchenjahr auch besondere Gottesdienste durch. Stellvertretend nannte er den Abendmahlgottesdienst mit Bach-Kantate zur Feier der Osternacht am 31. März 2018, die Reformationsfeier am 31. Oktober 2018 mit Musik unter anderem von Duke Ellington und die vier Thomasmessen, die seit Jahren ihren festen Platz im Programm der Trinitatiskirche haben. Auch die Orgelvespern, die sechs Mal jährlich samstagsabends um 18 Uhr stattfinden, sind ein gottesdienstliches Format. Hochkarätige, konzertante Orgelmusik und eine sparsame liturgische Rahmung laden in den verschiedenen Zeiten des Kirchenjahres zu einer spirituellen Atempause am Wochenende ein.

Spieler, selbst Musiker und Dirigent, fuhr fort: „Unsere Trinitatiskirche wird vor allem wegen ihrer ausgewogenen Akustik von zahlreichen Solisten, Chören, Orchestern und Ensembles, für Konzerte, Aufnahmen und Produktionen sehr geschätzt.“ So werde auch die Orgelkonzertreihe an den jeweils letzten Donnerstagen eines Monats um 20 Uhr fortgesetzt. Zu diesen zwölf Konzerten sind 2018 wieder zahlreiche renommierte Organistinnen und Organisten aus dem In- und Ausland an der Klais-Orgel zu Gast. „Wir installieren wieder eine Video-Übertragung vom Spieltisch in den Altarraum, sodass das Publikum den Solistinnen und Solisten „auf die Finger und Füße schauen“ kann und einen lebendigen Eindruck von der Arbeit am Spieltisch bekommt“, so Spieler.

Es ist und bleibt ein glücklicher Zufall, dass die 1987 für die Aachener Dreifaltigkeitskirche maßgeschneiderte Klais-Orgel 2009 passgenau und ohne nennenswerte Veränderungen in die Kölner Trinitatiskirche eingebaut werden konnte. Dort klingt sie nun seit 2010 und viele, Fachleute wie Laien, sind immer wieder erstaunt darüber, wie homogen sich die prächtige Konzertorgel, die ursprünglich für eine ganz andere Kirche gebaut worden war, optisch und klanglich in die klassizistische Basilika einfügt. Durch den Einbau der Orgel wurde nicht nur die letzte Kriegswunde der zwischen 1942 und 1944 völlig zerstörten Kirche geheilt. Die neue Orgel gab auch den ausschlaggebenden Impuls für die heutige Nutzung der Trinitatiskirche als Ort der Musik und Kultur, der Bildung, des Dialoges und der Bühne.

Weitere hochkarätige Konzerte mit Chören, Orchestern, Ensembles und Solisten werden von Kooperationspartnern und Gästen – zum Beispiel vom Neuen Rheinischen Kammerorchester, dem reger chor köln, dem Kölner Bach-Verein, dem Forum Alte Musik oder dem Netzwerk Kölner Chöre – durchgeführt. Insgesamt, erklärte Spieler, seien derzeit für das kommende Jahr bereits jetzt rund 70 Veranstaltungen geplant. Über die weiteren Konzerte und Veranstaltungen, die im Lauf des Jahres noch hinzukämen, informiere dann tagesaktuell die Internetseite der Trinitatiskirche www.trinitatis-koeln.de, schloss Spieler seine Ausführungen.

Über einen weiteren wichtigen Baustein im Programm der Trinitatiskirche informierte Pfarrer Dr. Martin Bock, der als Leiter der Melanchthon-Akademie über den Bereich „Bildungsveranstaltungen“ informierte. Am 26. März 2018, so Dr. Bock, finde in der Trinitatiskirche in Kooperation mit der Karl-Rahner-Akademie und dem Kölner Bach-Verein ein Gesprächskonzert zu Benjamin Brittens „War Requiem“ statt – ein Format, welches in dieser Kooperation bereits eine längere Tradition habe. Einen wichtigen thematischen Schwerpunkt setze die Melanchthon-Akademie mit einer neuen sechsteiligen Reihe zum Thema „Offene Gesellschaft!?! – Wie wollen wir in Verschiedenheit zusammenleben?“ An sechs Samstagen, so Dr. Bock, biete die Trinitatiskirche zwischen 15 und 19 Uhr ein Forum für „offene Zeit-Räume“ mit der Möglichkeit zu kommen, zu verweilen, zu gehen, Vorträge, Impulse, Gebete, Konzerte und Lesungen zu hören sowie an Diskussionen, Bibliologen und am Ausprobieren teilzunehmen. „Das Thema der offenen Gesellschaft ist aktueller denn je“, fuhr Dr. Bock fort, „und es ist die Aufgabe der Kirche, hier einen Beitrag zu leisten“.

Christoph Spering, Dirigent, Kirchenmusikdirektor aus Köln-Mülheim und zweifach mit dem Echo-Klassik-Preis ausgezeichneter Musiker, ist bereits seit Jahren in der Trinitatiskirche zu Gast. Er wird im kommenden Jahr dort drei Gesprächskonzerte veranstalten und damit auch einen Beitrag dazu leisten, dem Publikum Musik verständlicher zu machen und näher zu bringen. „Man hört nur, was man weiß“, eröffnete Spering sein Statement zu seiner Konzertreihe und meinte damit, dass auch ein geübter Zuhörer kaum die Chance habe, alle komplexen Strukturen klassischer Werke mit den vielen Themen und ihrer Verarbeitung im Lauf einer Komposition durchzuhören. Daher, so Spering, sei es das Konzept seiner Gesprächskonzerte, nach einer Ouvertüre zunächst die Details der Musik, die Themen und deren Zusammenspiel zu erläutern, bevor ein Werk dann zum Abschluss in voller Länge gespielt wird. Gesprächskonzerte als ein wichtiger Baustein der Konzertpädagogik hätten in Köln Tradition, fuhr Spering fort und berichtete, dass der langjährige Kölner Generalmusikdirektor Günter Wand bereits in den fünfziger und sechziger Jahren nach dem zweiten Weltkrieg viel neue Musik aufgeführt und diese, damals vom Publikum oftmals als sperrig empfundene Kompositionen, gerne auch zwei Mal hintereinander spielen ließ. So wird am 9. April, 10. September und 26. November 2018 das Konzertmotto jeweils „Unerhört – Christoph Spering erklärt ... Mozart“ heißen, wenn der renommierte Dirigent drei große Mozart-Sinfonien erläutern und mit „Das Neue Orchester“ in historischer Aufführungspraxis musizieren wird.

Abschließend wies Stadtsuperintendent Rolf Domning noch auf ein spannendes Kooperationsprojekt des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, des Katholikenausschuss in der Stadt Köln und ZAMUS hin, welches am 9. und 10. März in der Trinitatiskirche zu erleben sein wird. Auf dem Programm wird dann die Oper „Cupid and Death“ von Christopher Gibbons und Matthew Locke stehen, die von hochkarätigen Musikern der Neuen Hofkapelle Graz und bekannten Solisten wie Emma Kirkby oder Maria Jonas aufgeführt wird.

Auch im kommenden Jahr bietet ‚Trinitatis 2018‘ viel Kulturelles und Musikalisches. Das Programm von Kölns zentraler Kulturkirche wird tagesaktuell über die Internetseite www.trinitatis-koeln.de sowie über das frisch gedruckte Programmheft und Plakate beworben. Die Veranstaltungen stehen auch auf der Kulturkirchen-App der EKD für Smartphones bereit, außerdem findet sich alles unter „Konzerte“ auf der Seite www.kirche-koeln.de und auf der Facebook-Seite des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Das Programmheft liegt ab sofort kostenlos in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, dem Domforum, der evangelischen Informationsstelle an der Antoniterkirche, Schildergasse, in vielen evangelischen Kirchengemeinden und an den zentralen Kulturorten in Köln aus.


Text: Wolf-Rüdiger Spieler
Foto(s): APK

Author: pressestelle@kirche-koeln.de