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"Du hast in dir den Himmel und die Erde."

Hildegard von Bingen

UCC-Partnerschaft


Auf Vorschlag des Arbeitskreises Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung beschloss die Kreissynode im November 1992 in die bestehende Kirchengemeinschaft zwischen der Evangelischen Kirche der Union (EKU) und der United Church of Christi (UCC) Partnerschaft mit der auf Kirchenkreisebene mit der Penn Central Conference und der Southern Conference der United Church of Christ einzutreten.

Bild Das Logo der United Church of Christi (UCC)

Der Beschluss der Synode lautet:

Die Kreissynode nimmt die Bereitschaft der Penn Central Conference und der Southern Conference der United Church of Christ in den USA, im Rahmen der bestehenden Kirchengemeinschaft zwischen der Evangelischen Kirche der Union (EKU) und der United Church of Christi (UCC) eine unmittelbare Partnerschaft mit Kirchengemeinden im Bereich der Ev. Kirche im Rheinland einzugehen, dankbar und erfreut zur Kenntnis. Sie erklärt ihrerseits die Bereitschaft, in eine solche Partnerschaft einzutreten, wie z.B. im „Full Communion Training“-Programm durch die EKU-Working-group angeregt wurde und begleitet wird. Der Synodale AK Gerechtigkeit-Frieden-Bewahrung der Schöpfung sowie der Ausschuss für Ökumene und Weltmission werden gebeten, die für die Verwirklichung der Partnerschaft notwendigen Schritte zu unternehmen.

Die Verwirklichung der Partnerschaft gestaltet sich seit dem in vielfältiger Art und Weise. Zum Auftakt gab es 1993 einen UCC-Partnerschaftstag in der Kirchengemeinde Köln-Pesch. Die Verbindung zur UCC wurde vor allem durch die Gemeinde in Chapel Hill, North Carolina getragen.

Bild Das Motto der UCC

Lebendig wurde die Partnerschaft durch gegenseitige Besuche n den USA und hier in Köln. Seit 1994 finden diese in verschiedenen Konstellationen statt. So besuchte 1994 der Chamber-Quoir der United Church of Chapel Hill den Kirchenkreis. Es folgten mehrere Besuche des Gospelchores „United Voices of Praise“. Die Sängerinnen und Sänger wurden jeweils immer untergebracht in Privatquartieren im Kirchenkreis wodurch es zur Vertiefung der Partnerschaft bis hin zu privaten Freundschaften kam. Während dieser Chorbesuche wirkte der amerikanische Gospelchor auch in einem Gottesdienst in der JVA-Köln und gab Konzerte in Longerich, Chorweiler, Esch und Pesch. Der Gospelchor der Kirchengemeinde Köln-Pesch besuchte mehrfach die Gemeinde in Chapel Hill, zum Teil gemeinsam mit Delegationen aus dem Presbyterium der Gemeinden.

1995 gab es eine große Delegation von Gemeindemitgliedern aus Pesch und Bickendorf (mehr als 20 Personen) nach Washington und in die Southern Conference. Gemeinsam nahm man auch am Retreat der United Church of Chapel Hill teil.

Bild Auch 2013 wird es einen Austausch in die USA geben

Das Pfarrerehepaar Zimmermann nahm am Annual Meeting der Southern Conference im Jahr 1998 teil. Es folgte die Reise einer Delegation aus UCC-Gemeinden (Chapel Hill, Mount Calvary/Durham u.a.) in den Kirchenkreis Köln-Nord (1998) mit Empfang durch Kirchenleitungsmitglieder im LKA/Düsseldorf. Es folgte ein Besuch von Reverend Rick Edens im Kirchenkreis aus Anlass seines Studiensemesters in Deutschland.

Einen Höhepunkt bildete 2007 Teilnahme des Gospelchores aus Chapel Hill, NC und Fisher Memorial Durham, NC am Programm des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Köln auf Einladung des Kirchenkreise mit Familienaufenthalt und gemeinsam gestalteten Auftritten Kölner und Chapel Hiller Gospelsänger im Rahmen des Kirchentagsprogrammes.

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Jugendbegegnungen die 1997 begannen. Bei dieser internationalen Jugendbegegnung mit amerikanischer Jugendlichen aus Chapel Hill standen unter anderen als soziale Projekte das gemeinsame Häuserbauen in Americus /Georgia auf dem Programm.

Seit 2007 gibt es regelmäßige internationale Jugendbegegnungen zwischen Jugendlichen der Kirchengemeinde Köln-Pesch und Chapel Hill, die sich jeweils mit einem zentralen Thema beschäftigen – 2012 stand die Begegnung unter dem Thema „peace and action“.

Zudem leisteten seit 2006 insgesamt 3 Jugendliche im Rahmen des Freiwilligen Friedensdienstes der EKiR in Chapel Hill ihren Dienst in Chapel Hill ab und haben dort neben der gemeindlichen Mitarbeit bei Organisationen wie „People of Faith against death penalty“ oder „Habitat for Humanity“ oder Suppenküchen mitgearbeitet.

Bild Gemeinsame Bohnenernte für Suppenküche

Zudem beteiligten sich Gemeinden an gemeinsamen Aktionen wie Spendensammlungen für „bulbs for bombs“ (Blumenzwiebelnverkauf – der Erlös ging an eine Organisation zur Räumung von Landminen) oder Spendenläufen z.B. für FARA, einer Organisation zur Erforschung einer unheilbaren Krankheit an der Mitglieder der UCC in Chapel Hill erkrankt sind.

Desweiteren wurden regelmäßig Gottesdienste gemeinsam gestaltet und gehalten. Auch wurden zahlreiche Predigten im Laufe der Kirchenjahre ausgetauscht und im Rahmen von Partnerschaftsgottesdiensten in den Partnergemeinden verlesen. Informationen über relevante Aktionen wie zum Beispiel die „God is still speaking“ Kampagne der UCC inspirieren unsere Arbeit in Köln.

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Erfreulicher Weise wurde im Januar 2012 auf der Landessynode in Bad Neuenahr der Partnerschaftsvertrag zwischen der Southern Conference der UCC und der EKiR unter Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus dem Kirchenkreis Köln-Nord unterzeichnet.

Geplant sind weitere Besuche sowohl von Erwachsenen als auch von Jugendlichen in den kommenden Jahren. Wir dürfen uns auf weitere bereichernde Begegnungen für unsere Kirchengemeinden freuen.